Die Bach-Blüte des Monats: Aspen

Checken und vertiefen Sie Ihr Bach-Blütenwissen!

Thema: Dünnhäutigkeit

Das Lernprogramm

Machen Sie sich den negativen Aspen-Zustand bewusst

 

Übung 1: Der unheimliche Ort

Besuchen Sie einen Ort, der Ihnen unangenehm ist, zum Beispiel einen Keller, ein Lagerhaus, einen Friedhof, ein einsames Waldstück, und analysieren Sie Ihre Eindrücke. Machen Sie diesen Besuch beim ersten Mal bei Tageslicht, bei elektrischem Licht oder mit einem Freund im Hintergrund.

Suchen Sie Ihren unheimlichen Ort nun bei Dunkelheit auf. Beispiel: Gehen Sie mit der Taschenlampe in den Keller und lassen Sie im Schein der Lampe die Gegenstände an den Wänden zu bedrohlichen Gespenstern werden.
Achten Sie auf Geräusche, auf Gerüche, auf Ihre Ängste und Vermutungen. Halten Sie sie fest. „Ich sehe einen großen, dunklen Kasten. Er knarrt und knackt. Vielleicht ist da jemand drin. Ich habe Angst, dass er mir etwas tun will. Er riecht nach Verwesung….“
Machen Sie nun das Licht an oder kommen Sie am Tag wieder. Halten Sie fest, was Sie jetzt wahrnehmen. „Kellerraum, etwa 13m2, Kleiderschrank, mehrere Koffer – dahinter Kartons, deren Inhalt ich nicht kenne – muss dringend entrümpelt werden – Modergeruch – Hausmeister muss angerufen werden…“

Die bewusste Entscheidung

Ich entscheide mich, in unbestimmten Situationen nach innen zu horchen, mich vorwärts zu bewegen, meinen nüchternen Verstand einzuschalten und meine Innere Führung um Schutz zu bitten.

 

Entwickeln Sie Ihr positives Aspen-Potenzial

 

Übung 2: Was steckt dahinter?

Analysieren Sie Ihre schriftlichen Notizen aus Übung I.
Beantworten Sie nacheinander die folgenden Fragen:

Was habe ich wahrgenommen? Beispiel: Knacken im Raum
Welches Gefühl hat das in mir ausgelöst? Wie habe ich reagiert? Angst. Atemanhalten. Sträuben der Nackenhaare.
Welche Vermutung habe ich zunächst gehabt? Es könnte jemand hinter dem Schrank stehen.
Was war die Realität bei nüchterner Betrachtung? Das Knacken ist vom Schrank ausgegangen, da sich wohl durch meinen Eintritt in Raum die Statik des Schrankes verändert hat.
Was tue ich, wenn ich wieder in eine solche Situation gerate? [Entwickeln Sie eine persönliche Entscheidung auf der Grundlage der bewussten Entscheidung (s. oben).]

Das geistige Missverständnis

... erkennen

Man ist offen für die Welt, hat eine hohe Wahrnehmungsfähigkeit. Unbewusst möchte man sie nutzen. Leider richtet man seine „Aufmerksamkeits-Antennen“ jedoch so weit nach außen, dass man dadurch den Kontakt zu seiner Inneren Führung verliert.

Die Persönlichkeitsgrenzen werden zu durchlässig. Man übernimmt oft unbewusst die Gefühle und Gedanken aus dem umgebenden Energiefeld, die man aber mit dem Verstand nicht einordnen kann. Das erzeugt Angstgefühle, die man ebenfalls nicht einordnen kann, und die dann eigenen Angstfantasien (Interpretationen) hervorbringen. So fällt es immer schwerer zu unterscheiden: Was ist real und was sind selbst geschaffene Gedankengebilde. Die Umwelt sagt: „Hör’ auf zu spinnen!“

... und korrigieren

Um wieder Anschluss an die Innere Führung und den eigenen Lebensplan zu finden, muss man lernen, mehr Bewusstsein für die Abgrenzung der eigenen Persönlichkeit aufzubauen.

Üben Sie zu unterscheiden, ob Gefühle oder Gedanken von Ihnen selbst kommen oder ob Sie sie unbewusst aus der Umgebung aufgenommen haben. Setzen Sie Ihren Verstand ein und prüfen mit seiner Hilfe, was realistisch, was unrealistisch ist.

Dann können Sie Ihre Feinfühligkeit konstruktiv für das eigene Weiterkommen nutzen und auch anderen Menschen damit hilfreich sein.