Bachblüten IMS-Newsletter

September 2015

Mechthild Scheffer präsentiert in diesem Newsletter regelmäßig Beobachtungen zu den Bachblüten und Aktuelles aus dem Institut für Bachblütentherapie. Über Ihre Kommentare, eigenen Erfahrungen, Rückmeldungen und die Weiterleitung des Newsletters an Interessierte freuen wir uns sehr.


Die Bachblüte des Monats September:
Mimulus

Vorsicht! Handle with Care!

Vorsichtige Menschen werden häufig belächelt, weil sie in den Augen anderer nie ein Risiko eingehen:
Weil sie zum Beispiel – auch bei blauem Sommerhimmel – immer einen Regenschutz in der Handtasche haben. Im Urlaub an der See gehören sie nicht zu den Zeitgenossen, die einfach unbekümmert ins Wasser laufen, sondern sie brauchen für diese Prozedur in vielen kleinen Schritten manchmal 10 Minuten. Ist erst einmal die Partie über dem Bauchnabel nass, ist schon viel gewonnen; der Sieg aber ist erreicht, wenn die Schultern unter Wasser sind.

Ein tieferes Verständnis für das Verhalten von Mimulus-geprägten Menschen – unserer Blüte des Monats – ermöglicht uns das Wissen um die Reaktionsenergien – oder Naturell-Typen. Die Mimulus-Angst, d.h. die Angst vor Dingen, die man benennen kann, ist oft sehr ausgeprägt bei Menschen im „Denk- und Empfindungsnaturell“, bei denen das Nerven-Sinnes-System besonders gut entwickelt ist (Reharmony®-Typ GELB). Es sind Menschen, die sehr intensiv und schnell empfinden (starkes Sonnenlicht) und automatisch versuchen, gedanklich Schlüsse daraus zu ziehen (Vorsicht Sonnenbrand).

Erlebt man als Mimulus-geprägter Mensch eine Situation, die nicht angenehm ist, z.B. man wird von einem Verkäufer unfreundlich behandelt, versucht man unbewusst diese Situation in Zukunft zu vermeiden. Man geht nicht mehr in dieses Geschäft.

Mit der Zeit hat man ein riesiges Repertoire von Situationen angesammelt, die man lieber vermeiden würde oder von denen man hofft, dass sie sich durch Aufschieben von selbst erledigen oder durch andere erledigt werden könnten.
Hier nur einige Beispiele:
Das Telefonieren mit der Mutter aus dem Elternkreis („es könnte Streit geben“).
Das Aussortieren und Bündeln von ungelesenen Zeitschriften („mühsam!“).
Das Ausprobieren einer neuen Lippenstiftfarbe („riskant, was sagt die Tochter?“).

Aber Aufschieben oder Vermeiden sind auf die Dauer de-konstruktive Lösungen, da sie zu immer mehr Einengung (Enge = Angst) führen. Sinnvoller ist die entgegengesetzte Bewegung: der tapfere Schritt nach vorne, eigene „Tapferkeitspunkte“ sammeln. Das heißt, sich selbst belohnen für jeden Schritt, zu dem man sich überwinden konnte. Oder sich von verständnisvollen Freunden oder Angehörigen dafür belohnen lassen.

Mimulus-geprägte Menschen und die Mimulus-Züge in uns selbst verdienen unser Mitgefühl und unsere Unterstützung. Liebevoller Kontakt hilft dabei, real angebrachte Ängste von übersteigerten Ängstlichkeiten zu unterscheiden – und Letztere schrittweise zu transformieren. So wächst das eigene Tapferkeits-Potenzial. Jeder Mensch hat so seine Mimulus-Areale ...
Wissen Sie wo Ihre liegen?

Herzlich,
Ihre Mechthild Scheffer


Die Bachblüte Mimulus im Überblick

Mimulus (Gefleckte Gauklerblume / Mimulus guttatus)

Ihre leuchtend gelbe Blüte erscheint wie ein geöffnetes Maul. Die Narbe erinnert an eine kleine, frech herausgestreckte Zunge.

 

Das Konzept der Bachblüte Mimulus:
Persönliche Tapferkeit; Mut, Dinge in Angriff zu nehmen; entspannter Umgang mit der eigenen Sensibilität

Im harmonischen Mimulus-Zustand
... reagiert man fein und sensibel auf die wechselnden Anforderungen des Alltags, die einem nicht selten zuerst etwas Angst machen.
Aber man hat gelernt, konstruktiv mit solchen Gefühlen umzugehen. Deshalb kann man Menschen in ähnlichen Situationen hilfreiche Tipps geben.

Daran erkennt man die  v e r z e r r t e  Mimulus-Energie
Man hat Angst vor einer bevorstehenden Situation, weil man fürchtet, dass sie Schmerzen verursacht oder man ihr nicht gewachsen ist. Es gibt hunderte von solchen Angstanlässen. Eigentlich fürchtet man sich ständig vor irgendetwas, spricht aber nicht darüber. Darum vermeidet man nach Möglichkeit jedes Risiko.
 

Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?
(Elias Canetti)

Ich verstehe jetzt
Ohne Angst ist der Mensch nicht lebensfähig, aber sie darf nicht zum Dauerzustand werden. Auch ich habe eine innere Führung, die ich um Ideen, Schutz und Hilfe bitten kann. Im dauerhaften Kontakt mit ihr werde ich immer mehr neue Situationen meistern und von Mal zu Mal stärker dabei werden.


Anregungen zur Mimulus-Reharmonisierung

Sprechen Sie über Ihre Ängste. Viel mehr Menschen als Sie glauben, haben die gleichen Gefühle; prüfen Sie, ob deren Umgang damit auch für Sie hilfreich sein kann.

Sprechen Sie aber auch mit Ihren Ängsten. Erklären Sie Ihnen geduldig, so wie ein Vater oder eine Mutter ihrem kleinen Kind, dass und warum es gar nicht so schlimm kommen kann.

Denken Sie Ihre Ängste zu Ende. Was ist das Schlimmste, was in dieser Situation herauskommen kann? Wie wahrscheinlich ist das? Und wie könnten Sie es doch bewältigen?