Bachblüten IMS-Newsletter

Oktober 2014

Mechthild Scheffer und Ihre Mitarbeiterinnen Ingrid Haring und Beate Wüpper präsentieren in diesem Newsletter regelmäßig Beobachtungen zu den Bachblüten und Aktuelles aus dem Institut für Bachblütentherapie. Über Ihre Kommentare, eigenen Erfahrungen, Rückmeldungen und die Weiterleitung des Newsletters an Interessierte freuen wir uns sehr.


Die Bachblüte des Monats Oktober:
Agrimony

Alles gut!?

Mit Fragezeichen im Gesicht und irritiert stehe ich morgens beim Bäcker und höre: „Alles gut“. Tatsächlich ging heute alles langsamer als sonst, die Schlange wurde immer länger. Die junge Frau hinter dem Tresen war offensichtlich allein und überfordert. Eine Kundin hatte gerade angemerkt, dass sie es eilig hat. „Alles gut“, war die Antwort der Verkäuferin. Darauf reagierte dann die Kundin – blitzschnell und erkennbar in die Luft gehend – mit: „Nichts ist gut, eine Frechheit! Wenn Sie unfähig sind ...“ usw. usw. ... Auch mir kam der Spruch „alles gut“, den man heute oft und zu jeder Gelegenheit hört, hier unpassend vor. Tatsächlich war es ja nicht gut; und die Reaktion der Verkäuferin war ein eher hilfloser Versuch, die Stimmung zu „polieren“. Leider brodelte es unter der Oberfläche und ... eskalierte.

Wir konnten dann noch erleben, wie es wirklich „gut“ war: Die ältere Kollegin kam von hinten, erklärte, dass sie die Situation falsch eingeschätzt und die junge neue Mitarbeiterin allein gelassen hat. Mit so viel Kundschaft hatte sie nicht gerechnet. Sie entschuldigte sich. „Jetzt sind wir wieder zu zweit. Was können wir für Sie tun?“ Ihre Freundlichkeit, Direktheit und Offenheit waren überzeugend. Sofort entspannte sich die Stimmung im ganzen Laden merklich, wenn auch die Reaktionen hanseatisch verhalten waren. Die explodierende Kundin grummelte noch ein bisschen, murmelte aber doch eine Entschuldigung: „Ich wusste nicht, dass Sie neu sind“. Die Schlange war schnell abgebaut und der Vorfall ebenso schnell vergessen.


Kennen Sie solche Reaktionen auch? Bei Agrimony, der Blüte des Monats Oktober, geht es um das Themas Harmonie/Scheinharmonie. Unser Alltag und Miteinander bieten uns viele Gelegenheit, beides zu beobachten.

Wir wünschen Ihnen einen harmonischen Oktober.
Herzlich,

Beate Wüpper
Institut für Bachblütentherapie, Mechthild Scheffer Hamburg


PS: Neu im Seminarprogramm: Für alle, die sich für das Thema Träume und Bachblüten interessieren bieten wir im April 2015 nach langer Zeit wieder das beliebte Seminar mit Dr. Max Segeth „Traumsprache der Bachblüten. Traumdeutung nach dem Spiegelprinzip“ an. ... » mehr Information/Anmeldung
Links zu den aktuellen Terminen und unserem Gesamtprogramm finden Sie wie immer weiter unten in diesem Newsletter.


Die Bachblüte Agrimony im Überblick

Agrimony (Kleiner Odermennig / agrimonia eupatoria)

Mittelalterliche englische Kräutergelehrte nannten die Feldpflanze Agrimony mit den goldgelben Blüten auch Philanthropus, den Menschenfreund.

Das Konzept der Bachblüte Agrimony:
Harmoniestreben, Ehrlichkeit, Fröhlichkeit

Im harmonischen Agrimony-Zustand
... hat man ein natürliches Bedürfnis nach Harmonie und Fröhlichkeit in seinem Leben. Man ist feinfühlig und hat Sinn für Humor. Fähig, mit den hellen und den dunklen Seiten des Lebens gleichermaßen umzugehen, ist man als aufbauender Gesprächspartner und Vermittler gefragt.

Daran erkennt man die  v e r z e r r t e  Agrimony-Energie
Man ist nicht fähig oder innerlich bereit, die dunklen Seiten des Lebens anzuschauen und sich darauf einzulassen. Man flüchtet sich in eine selbst geschaffene Heile-Welt-Vorstellung, die man auch unter Opfern aufrecht zu erhalten sucht. Quälende Gedanken und aufsteigende Unruhe werden vor sich selbst und der Außenwelt hinter einer Fassade der Sorglosigkeit verborgen.
 

Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst oder ausdrückst, dich heilen. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, vermag das, was du nicht hervorbringst, dich zu zerstören.
(Gnostiker)

 

Ich verstehe jetzt
Wir Menschen streben nach Harmonie, suchen eine heile Welt. Wir leben aber in einer Welt der Dualität, deren gegensätzliche Kräfte in einem ständigen Prozess darum ringen, die Harmonie auf einer höheren Ebene aufrecht zu erhalten.
Nur wenn wir beide Pole akzeptieren, sind wir mit unserer inneren Führung verbunden, können uns als Menschen ganz entfalten und glücklich leben.


Anregungen zur Agrimony-Reharmonisierung

Nehmen Sie die rosarote Brille ab. Die Realität hat viele Farben und Facetten. Nur wenn Sie sie alle wahrnehmen, können Sie angemessen reagieren.

Machen Sie keine Kompromisse um des lieben Friedens willen. Sagen und zeigen Sie ehrlich, wie es in Ihnen aussieht. Nur dann hat auch Ihr Gegenüber eine Chance, sein Verhalten zu ändern.

Erst wenn Sie aufhören, eine Rolle zu spielen und als „Original“ auftreten, werden Sie von Ihrer Umgebung als Sie selbst behandelt. Erst dann haben Sie die Chance echte, harmonische Beziehungen aufzubauen.