Bachblüten IMS-Newsletter

Juli 2015

Mechthild Scheffer präsentiert in diesem Newsletter regelmäßig Beobachtungen zu den Bachblüten und Aktuelles aus dem Institut für Bachblütentherapie. Über Ihre Kommentare, eigenen Erfahrungen, Rückmeldungen und die Weiterleitung des Newsletters an Interessierte freuen wir uns sehr.


Die Bachblüte des Monats Juli:
Star of Bethlehem

Ist Coolness erstrebenswert?

Der Begriff Coolness wird heute sehr vielfältig verwendet. Wer cool ist, wird in der Regel bewundert, denn er wirkt überlegen, auf irgendeine Weise souverän. Aber ist er es wirklich? Oder stellt er – wie heute sehr häufig – nur eine „Scheinsouveränität“ zur Schau?
Ist Coolness vielleicht ein vom Zeitgeist stark akzeptiertes Abschottungsmanöver vor zu vielen Gefühlseindrücken, die uns innerlich zu sehr zu bewegen oder verletzen könnten – und damit ein aktiver Star-of-Bethlehem-Zustand?

Cool bleiben, nur nicht die anderen merken lassen, dass mich eine Nachricht oder ein Ereignis innerlich stark berührt. Wie geht das?
Man macht sich innerlich starr, überzieht sich mit einer unsichtbaren Wachsschicht, an der das Zuviel von Gefühlseindrücken elegant abperlen kann. Man gibt sich zwar äußerlich souverän und kommunikativ, lässt sich innerlich aber nicht mehr wirklich erreichen. Tut man das über längere Zeit, wird die Wachsschicht immer dicker und die echte Empfindungsfähigkeit geht immer mehr verloren. Überspitzt gesagt: Es besteht die Gefahr, zu seiner selbstgeschaffenen Wachsfigur zu werden.

Kürzlich ging ich mit meinem Rollkoffer durch eine Drehtür in die Flughafenhalle. Hinter der Drehtür blieb ich stehen, um mich zu orientieren. Auf einmal spürte ich einen brutalen An-Rempler von hinten. Ich sah nur aus den Augenwinkeln, wie jemand an mir vorbei eilte und einer Bekannten in der Halle zuwinkte. Ich hatte dem Stürmer wohl im Weg gestanden. Obwohl er sicher bemerkt hatte, dass er mich etwas ruppig überlaufen hatte, gab es keine Entschuldigung, sondern er tat als wäre sowas normal. Ich stand da und musste erst einmal nach Luft schnappen, blieb aber ganz cool. Als wäre nichts geschehen, checkte ich ein, passierte die Security und dann erst merkte ich, dass ich innerlich völlig erstarrt war. Der Schreck saß mir immer noch in den Gliedern und ich musste mich erst einmal hinsetzen.

Die Kraftformel von Star of Bethlehem
Ich atme. Ich empfinde. Ich lebe.
zeigt auf, wie man gesund und konstruktiv mit den vielen Eindrücken umgehen kann, die uns in der heutigen Zeit oftmals unerwartet treffen.

Ich konnte die Zeit vor meinem Abflug für eine kleine „Erholungs-Übung“ nutzen, die ich Ihnen in ähnlichen Situationen sehr empfehlen kann:

Ich akzeptiere das Ereignis zunächst als Realität: „Das war so“. Wenn in der Situation möglich, kommentiere ich es laut, zum Beispiel indem ich sage: „Das ist ja ein starkes Stück“. Ansonsten kann ich es auch nur für mich sagen. Damit zeige ich mir selbst und, wenn möglich, auch den anderen eine persönliche Grenze auf. Ich reagiere also nicht „cool“ als wäre nichts geschehen, sondern authentisch und lebendig. Dann atme ich das Ereignis in meinen Oberkörper ein, lasse es durch mich durch fließen und atme es nach hinten im Rücken wieder aus. In dem Bewusstsein „auch das gibt es“ oder „auch das geht vorüber“. So arbeite ich mit der Energie des Ereignisses anstatt mich dagegen abzuschotten.

Probieren Sie es doch einmal aus und lassen Sie uns Ihre Erfahrungen wissen.

Mit den besten Wünschen für einen schönen, empfindsamen Monat Juli.

Herzlichst Mechthild Scheffer


Die Bachblüte Star of Bethlehem im Überblick

Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern / Ornithogalum umbellatum)

Diese Pflanze aus der Familie der Lilien wird dem Mond zugeordnet. Die Blüten öffnen sich nur bei voller Sonne. Sie schließen sich wieder, wenn sich der Himmel bewölkt oder die Sonne untergeht.
 

Das Konzept der Bachblüte Star of Bethlehem:
Empfindsamkeit; seelische Reaktionsfähigkeit; seelische Beeindruckbarkeit

Im harmonischen Star-of-Bethlehem-Zustand
... ist man empfindsam und beeindruckbar. Viele Erlebnisse gehen einem sehr nahe. Ereignisse klingen lange in einem nach. Aber man kann instinktiv richtig damit umgehen und abschätzen, wie viele Eindrücke man sich zumuten kann.

Daran erkennt man die  v e r z e r r t e  Star-of-Bethlehem-Energie
Man ist geschockt über ein unerwartetes belastendes Ereignis. Man kann es nicht verkraften, reagiert wie betäubt und ist wie erstarrt. Ein solches Erlebnis wird zum wunden Punkt im Seelenleben, und man fürchtet sich davor, dass es wieder berührt werden könnte.
 

Keine Nachricht ist jemals so gut oder schlecht, wie sie im ersten Augenblick ausschaut.
(Kaig)

Ich verstehe jetzt
Der „Totstellreflex“ bringt körperliche Selbstheilungsmechanismen zum Erliegen. Das gleiche gilt für den Star-of-Bethlehem-Zustand auf der seelischen Ebene, weil hier die Verbindung zur inneren Führung blockiert wird.
Doch jede unerwartete schockierende Erfahrung kann genau die Energiemenge mobilisieren, die zur Bewältigung der jeweiligen Situation notwendig ist.
Sie nicht zu blockieren, sondern zu nutzen, möchte ich lernen.


Anregungen zur Star-of-Bethlehem-Reharmonisierung

Seelische Schockverarbeitung kann man nicht erzwingen. Wichtig ist, dass Sie die Existenz des belastenden Ereignisses zunächst einmal annehmen und sich dadurch wieder mit Ihrer inneren Führung verbinden.

Unangenehme Erlebnisse, die lange unverdaut unseren Energiehaushalt belasten, werden giftig. Schwitzen Sie diese Seelengifte in der Sauna aus. Oder nehmen Sie ein heißes Entspannungsbad.

Bach nannte Star of Bethlehem den Seelentröster und Schmerzensbesänftiger. Bestreichen Sie auch Ihre Schilddrüse damit.