Bachblüten IMS-Newsletter

Dezember 2014

Mechthild Scheffer und Ihre Mitarbeiterinnen Ingrid Haring und Beate Wüpper präsentieren in diesem Newsletter regelmäßig Beobachtungen zu den Bachblüten und Aktuelles aus dem Institut für Bachblütentherapie. Über Ihre Kommentare, eigenen Erfahrungen, Rückmeldungen und die Weiterleitung des Newsletters an Interessierte freuen wir uns sehr.


Die Bachblüte des Monats Dezember:
Vervain

Warum immer so viel?

Ich gehe regelmäßig mit einer Freundin einkaufen. Kleine Anschaffungen, aber auch Lebensmittel für die nächsten ein bis zwei Wochen. Dabei fällt mir auf, dass sie immer von allem zu viel kauft. „Oh die schönen Schollen“, sagt sie mit leuchtenden Augen. Wir brauchen zwei, sie nimmt drei. „Das ist die Schokolade, die mein Sohn so gerne isst!“ Vier Tafeln wandern in den Einkaufskorb.
Der Bachblüten-Expertin fallen sofort verschiedene Blüten zu dem Thema ein: Heather: Der Wunsch, gut versorgt zu sein. Mimulus: Die Angst, nicht genug zu bekommen, oder sogar Honeysuckle, als „Nachkriegsmuster“: Man weiß nie, wann es diese Dinge wieder gibt, also nehme ich lieber mehr.

Alle diese Überlegungen treffen bei meiner Freundin jedoch nicht zu. Sie kauft aus purer Begeisterung. Sie entfaltet hier ihr ausgeprägtes positives Vervain-Potenzial und kauft aus purer Lust am Genuss. Reichlich, ja üppig. Ihre Küche und ihre Vorratsräume haben etwas vom Schlaraffenland und ihre Freude an gutem Essen wirkt ansteckend. Ein Berliner Gast brachte es kürzlich auf den Punkt: „Ich lebe hier wie die Made im Speck. Besser geht’s nicht.“

Es drängt sich dem Leser „Beech-artig“ jetzt die Frage auf: Und was wird mit all den nicht gegessenen Lebensmitteln? Werden die einfach weggeworfen? Hier kann ich beruhigen. Mit großer Bewunderung verfolge ich immer wieder mit, wie perfekt es meiner Freundin gelingt, die „Masse“ zu verwalten: Hier etwas vorkochen, dort etwas einfrieren und immer wieder auch großzügig verschenken. Nichts kommt um.

Man erkennt: Das rechte Maß ist für jeden etwas anderes. Das Wort „zu viel“ ist subjektiv. Was für den Einen zu viel ist, kann für den Anderen gerade ideal sein. Entscheidend ist hier, das eigene Maß zu kennen und damit jederzeit konstruktiv umgehen zu können.
In diesem Sinne wünsche ich gute Weihnachtseinkäufe.

Herzlich,
Mechthild Scheffer 

 

PS: Seminar-Tipp Frühjahr 2015 „Bachblüten, Medialität, Spiritualität“ mit Mechthild Scheffer/Harald Knauss am 25./26.4.2015 in Bad Wildbad. Anliegen des Kurses ist es, Themenkreise der Bachblüten in Beziehung zum spirituellen Entwicklungsweg darzustellen. Das Seminar richtet sich an alle, die ihr Wissen um die spirituelle Botschaft der Bachblüten und ihren diesbezüglichen Einsatz in Beratung und Therapie erweitern möchten sowie an mediale und heilerische Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg durch die Blüten suchen und mehr darüber wissen möchten.


Die Bachblüte Vervain im Überblick

Vervain (Eisenkraut / verbena officinalis)

Römische Gesandte trugen Eisenkrautzweige bei sich, wenn sie mit anderen Völkern über Krieg oder Frieden verhandeln mussten. In den Apotheken war das Kraut als Heilmittel anerkannt, daher der Artname officinalis („offizin“ = alte Bezeichnung für Apotheke). 

 

Das Konzept der Bachblüte Vervain:
Begeisterungsfähigkeit, inneres Feuer, Tatendrang

 

Im harmonischen Vervain-Zustand
... ist man schnell Feuer und Flamme für ein größeres Ziel oder eine positive Idee. Es fällt einem leicht, auch andere Menschen zu begeistern und für diese Idee zu gewinnen. Aber man drängt sich nicht auf, denn man hat auch ein feines Gespür für die individuellen Grenzen seiner Mitmenschen. Man weiß intuitiv, ob, wann und wie man ihnen seine Idee „verkaufen“ kann.

Daran erkennt man die  v e r z e r r t e  Vervain-Energie
Man kann seine Begeisterung kaum noch zügeln und verliert das Maß. In der festen Überzeugung, die eigenen Einsichten und Erkenntnisse würden auch für den Rest der Welt richtig sein, überrollt man andere Menschen förmlich mit seiner Energie. Man blendet Gegenargumente aus, möchte Andere zu ihrem Glück zwingen und wundert sich, dass man zurückgewiesen wird. Oft kennt man auch in anderen Lebensbereichen keine Grenzen, zum Beispiel beim Essen.
 

Kein Baum belehrt den anderen, so zu wachsen, wie er wächst. Aber wir sind lauter Propheten.
(Karl Heinrich Waggerl)

Ich verstehe jetzt
Wenn ich, besessen von einer Idee, ständig über meine Grenzen hinausschieße, verliere ich den Kontakt zu meiner inneren Führung – und damit auch den Bezug zur Realität. Dann kann ich die Folgen meines Handelns nicht mehr richtig abschätzen und „verstehe die Welt nicht mehr“.


Anregungen zur Vervain-Reharmonisierung

Lesen Sie die Novelle „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist.

Wahre Hilfe nimmt dem Anderen sein Problem nicht ab, sondern hilft ihm dabei, es selbst zu lösen.

Auch wenn Sie einen Anderen zu seinem Glück zwingen wollen, tun Sie ihm Zwang an. Ist das Ihre Absicht?