Eine persönliche Reflexion von Ingrid Haring, Institut für Bach-Blütentherapie IMS Wien zu den Seminaren „Unsere Seele im Spiegel der Landschaft“ mit Dr. Erwin Frohmann und „Versöhnung mit den Eltern – Elternbilder klären und wandeln“ mit Hky Eichhorn und Ingrid Haring.
Eine Woche der Sommer-Akademie war auch in diesem Jahr wieder der intensiven Begegnung mit der Natur gewidmet. Darin sehe ich unter anderem auch eine Hinbewegung zum Ursprung der Bach-Blütentherapie und ihrem Begründer Dr. Edward Bach, der sich die 38 Bach-Blüten auf ausgedehnten Spaziergängen in der freien Natur gleichsam „erwandert“ hat.
Viele Jahre war er zu Fuß in verschiedenen Regionen Englands unterwegs. Auf diesen Wegen hat er aufgrund seiner Offenheit und seiner Liebe zur Natur 38 Antworten auf seine brennendste Frage bekommen: „Gibt es eine menschenwürdigere Form der Medizin, die direkt aus der Natur kommt?“
Edward Bach wusste offensichtlich auch, dass, wenn man sich ganz auf die Natur und ihre ungeahnten Kräfte einlässt, eine tiefe Kommunikation entsteht. Die Natur, die Pflanzen, die Bäume, die Landschaft, die Tiere und Blumen, die uns begegnen, haben ursprüngliches Wissen gespeichert und lassen uns gerne daran teilhaben, wenn wir uns ihnen vertrauensvoll und in guter Absicht zuwenden.
So gingen auch wir in dieser Sommerwoche, geführt von den Seminarleitern Erwin Frohmann und Hky Eichhorn, hinaus in die Natur, um in einen heilsamen Dialog zu treten. Erwin Frohmann lehrte uns, im Geben und Nehmen einen Austausch mit der uns umgebenden Landschaft herbeizuführen – denn auch wir Menschen können die Natur durch unsere liebevolle Aufmerksamkeit bereichern. Und wir bekommen – manchmal unverhofft und mit Leichtigkeit – Geschenke in Form von Botschaften und Antworten zurück. Mehr und mehr erkannten wir während des Seminars die Zusammenhänge und Funktionen einzelner Naturräume, und wir erfuhren, wie ihre speziellen Kräfte uns Menschen berühren.
In solch einem meditativen Zusammenspiel der Kräfte der menschlichen Seele und der beseelten Landschaft entsteht durch gegenseitige Wahrnehmung, Anerkennung und Würdigung etwas fruchtbares Neues, das sich schließlich in unseren Gesichtern, in unseren Herzen und auch in einem besonderen Strahlen der Landschaft spiegelt. Das ist mit Worten kaum zu beschreiben, man muss es erleben!
Hky Eichhorn leitete das zweite Seminar dieser Woche mit dem vielversprechenden Thema „Versöhnung mit den Eltern“. Er führte uns tiefer hinein in den Dialog mit den ursprünglichen Kräften der Natur. Durch Zeremonien, Rituale, Meditation in der Natur, Musik und Gesang, aber auch durch Gespräche und Reflexion näherten wir uns intensiv dem weiblichen und männlichen Prinzip.
Dadurch wird es möglich, dass wir Orientierung jenseits unserer persönlichen zum Teil belasteten Erfahrungen finden. Es zeigt sich, dass es nicht immer nötig ist, auf eine psychotherapeutische Ebene zu gehen, um Verstrickungen zu lösen. Die Heilkraft der Natur hebt uns gleichsam über diese hinaus und hilft uns, unseren Blickwinkel zu weiten. Durch klare persönliche Botschaften aus der Natur und positiv besetzte Gefühlseindrücke beginnt eine sanfte Korrektur, und es entsteht in uns eine neue Ordnung, die trägt.
So kommen wir gemeinsam an der Linde, im Steinkreis, am Feuer und in der Yurte zu einem Einklang mit Mutter und Vater und auch mit den weiblichen und männlichen Anteilen in uns selbst. Wir spielen uns frei von alten belastenden Bildern und feiern Versöhnung!
Nach dieser Woche war auch der Ort, an dem wir waren, verändert – er strahlte förmlich, und wir fuhren mit vollen Händen und Herzen zurück in unseren Alltag, getragen von der Gewissheit, dass das Erlebte über lange Zeit nachwirken wird.
Seit mehreren Jahren baut sich in Mechthild Scheffers Seminarzentrum in Rechnitz ein Energiefeld auf, das nicht nur uns Menschen zunehmend wandelt – auch der Ort selbst wird immer schöner. Wer einmal da war, kommt meist wieder. Vielleicht feiern ja auch Sie im nächsten Jahr mit uns!